Sonntag, 24. Juni 2007

Ein Morgen mit Kindern

Ich habe mich bei einer freiwilligen Gruppe gemeldet, die Samstag 23.Juni Kinder einen Morgen lang begleiteten. Die Kinder waren von ethnischen Minderheiten, so war die Hauptsprache um sich zu unterhalten Englisch (zum Glück für mich). Ziel war es mit den Kindern zum Tai Tam Reservoir zu gehen, dort Spiele zu machen und eine kleinen Spaziergang mit ihnen zu unternehmen, was für gewisse schon sehr anstrengend war in dieser Hitze und viele sind sich überhaupt nicht gewohnt länger zu laufen. Aber insgesamt hatten die Kinder jede Menge Spass und ich fand es ganz interessant mal zu sehen wie das hier so läuft. Die Organisation war nicht ganz so ausgereift. Geplant wurde nicht viel im Vorfeld. Und das Picnic für die Kinder bestand eigentlich nur aus Junkfood wie Chips und Süsses!! Für mich war es auch gut andere Freiwillige Helfer kennen zu lernen die auch nur für ne kurze Zeit hier in Hong Kong sind.

Bei der Arbeit

Keinen Kontakt mit den anderen Arbeitskollegen zu haben ist sehr einfach. Das Gegenteil jedoch ein bisschen schwieriger. Denn eine "Znünipause" gibt es hier nicht und am Mittag punkt 12.30 Uhr stürzen sich die einen aus dem Büro und holen sich etwas oder essen draussen. Die anderen wärmen etwas in der Mikrowelle auf und essen es dann an ihrem Pult. Also die grösste Kontaktmöglichkeit ist beim Warten vor der Mikrowelle! Aber langsam habe ich von meinen Nachbaren ein bisschen mehr erfahren. Unter anderem auch unangenehmes von einem der zwei Reihen weiter vorne arbeitet. Ich habe zwar noch nie mit ihm gesprochen aber gehört wie er immer wieder ziemlich "grüsig Chödered".
Zum weiteren Tagesablauf im Büro: am Morgen und am Nachmittag wird einmal ein Glas Tee vorbei gebracht. Das ist auch sehr gut. Denn etwas Warmes schadet bei dieser Klimaanlage nicht. Ich muss nämlich fast immer einen Pullover anziehen damit ich nicht friere. Dank der mehr als genügenden Abkühlung der Klimaanlage dauerts dann eine gewisse Zeit wenn man wieder draussen ist bevor man zu schwitzen anfängt.
Dann um ca.17.00 Uhr kommt jeden Tag die Putzfrau, leert alle Abfalleimer und saugt überall. Was dann jeweils zur ner 2min Pause führt, bis sie am jeweiligen Arbeitsplatz vorbei ist.
Punkt 17.30 Uhr wenn die offizielle Arbeitszeit fertig ist gehen die einen und diejenigen die weiter arbeiten machen mal eine Pause.

Dragonboat race

Letzen Dienstag war Puplic Holiday, jjiibee! Anlass waren die traditionelle Drachenbootrennen. Ben, seine Freundin und ich fuhren am Nachmittag nach Stanly um dort das ganze Spektakel anzuschauen. Es gab extrem viele Teams und auch dementsprechen viele Kategorien, sodass ich den Durchblick nicht mehr hatte, was aber weniger schlimm war.



Am Abend wollten Ben und seine Freundin in ein gutes Seafoodrestaurant gehen. Glücklicherweise sind Meeresfrüchte für meinen Magen kein Problem, obwohl bei allem konnte ich das ja nicht wissen, da ich noch nicht sehr oft Seafood gegessen habe.
Um zu diesem Restaurant zu gelangen mussten wir zuerst durch einen Markt mit frischen Meeresfrüchten und sonstigen Esswaren gehen. Beim Restaurant angekommen suchten wir bei dem Markstand nebenan aus was wir genau essen wollten. Oder besser gesagt ich liess die anderen zwei aussuchen, da ich voll keine Ahnung hatte. Die ausgewählten Tiere wurden einfach in einen Sack gesteckt und mal beiseite gestellt, bis der Rest ausgewählt wurde. Beim Fisch war es dann so, dass dieser mitsamt dem Sack herum hüpfte, bis er dann doch keine Luft mehr kriegte. Aber das störte die Verkäuferin überhaupt nicht, denn sie war beschäftigt mit anpreisen ihrer anderen Waren. Nachdem alles entschieden war wurden all das Ausgesuchte weiter in die Küche geleitet und wir begaben uns ins Restaurant.
Nicht alles schmeckte mir gleich gut, doch insgesamt war es sehr fein, aber teilweise ein harter Kampf bis man an das Essbare heran kam.

Vorher:


Nachher:

Ausflug auf die Lamma Island

Um auch mal ein bisschen mehr Grünes zu sehen als nur Beton in der Stadt wollte ich an einem Wochenende aud eine der umligenden Inseln gehen. Die Lamma Island liegt südlich von der Hong Kong Island und ist nicht sehr gross. Wir (ein Arbeitskollege und ich) fuhren mit der Fähre nach Qung Shue Wan im nördlichen Teil der Insel und liefen nach Sok Kwu Wan, wo wir wieder die Fähre retour nahmen.

Hier noch ein paar Bilder auf dem Spaziergang:

Hinter diesem schönen Hügel befindet sich eine Power Station, wie man das an den drei Kaminen erkennen kann. Nach Ben's Angaben produzieren die Hong Kongesen sämtlichen Strom mit Kohlenkraftwerken. Okey ich habe zwar auf der Lamma Island auch ein paar Windmühlen gesehen. Aber so stark ist der Wind hier trotz Meeranstoss nicht.


Nach einem kleineren Aufstieg werden auch hier kalte Getränke angeboten.


Der ganze Weg (ca. 3km) war asphaltiert und meist mit einem Geländer gesichert. Muss natürlich sein wenn auch Frauen mit Absatzschuhen dort laufen wollen (die uns auch wirklich begegnet sind).

Traffic jam

Staus gibt es auch in Hong Kong. Doch stauen sich hier vor allem auch Busse und Trams, da der Verkehrsanteil der öffentlichen Verkehrsmittel sehr hoch ist.

Hier ist z.B. ein "Tram-Stau". Leider sass ich gerade in einem, und nicht im letzten des ganzen Staus.


Ja a propos Tram: ich glaube die Normhöhe ist in den Trams gerade 1.80m. Also für mich ist es immer angenehmer wenn ich zwischen den Deckenbalken stehe (okey, Balken ist vielleicht übertrieben, besser "Bälklein") , oder dann eben wenn ich sitze. In den Bussen sind die Sitze wieder auch nicht für grosse Leute gemacht, sprich ich muss mich immer bolzengerade hinsetzen oder meine Beine irgendwie schreg hineinquetschen.

Samstag, 23. Juni 2007

Zimmer mit Aussicht

Die Aussicht von meinem WG-Zimmer ist für Hong Kong Verhältnisse sehr gut. Sprich es befindet sich nicht gerade zwei Meter von meinem Fenster entfernt ein anderes Hochhaus.
Und im 14.Stock zu wohnen ist seht gut, denn da ist es sicherlich ruhiger als in den untersten Geschossen und bei uns trampelt auch niemand mehr oben herum. Dafür ist das Dach glaube ich nicht ganz so dicht. Es hat jedenfalls irgendwelche Ausblühungen den oberen Deckenkanten. Aber solange es nicht hineinschifft ist's ja okey.



Und das folgende Bild gehört auch noch zu meiner Aussicht. Jedoch machen sie da nicht grosse Fortschritte und es sieht jetzt schon drei Wochen gleich aus, und ich glaube dass ist schon sehr viel länger so. Eigentlich ist der Bodenpreis in Hong Kong sehr hoch.


Konzert

Ben (mein super Hong Kong guide) hatte mich zum Konzert von seiner Band eingeladen. Diese Gelegentheit liess ich mir nicht entgehen und so begab ich mich letzten Montag in den Bandroom. Zuerst wurde ein bisschen geschwatzt bis der Hunger sich bemerkbar machte und wir was beim Pizzaservice bestellten. Ich hatte das Gefühl ich esse viel mehr als die anderen, aber es hatte ja eh zuviel, so musste ich kein schlechtes Gewissen haben dass ich jemandem was wegesse. Als dann alle satt waren (was bei den meisten anderen eben schnell der Fall war) und auch alle Gäste im Bandroom eingetroffen waren, startete die "Show". Es war keine fixe Bandkomposition. Gitarrist, Bassist und vor allem die Sänger wechselten sich oft ab. Sie spielten Chinesische Lieder, aber auch ein paar westliche. Obwohl, teilweise hätte ich diese fast nicht erkannt. Es heisst ja immer wieder, dass die Chinesen nicht so gut im Singen sind. Das bestätigte sich im ersten Teil des Konzertes. Ehrlich gesagt, es war nicht sehr angenehm zuzuhören. Sie hattens auch nicht so im Griff mit der Abstimmung der einzelnen Instrumente. Aber irgendwann habe ich mich daran gewöhnt. Und der letzte Teil war um einiges besser. Das war auch der harte Kern der Band. Ben sang auch noch ein paar selbst komponierte Lieder und die waren wirklich gut. Leider hörte man ihn nicht so gut, weil das Keybord einfach zu laut war :-).

Jedenfalls war's ein unterhaltsamer Abend mit vielen netten Leuten.


Sonntag, 3. Juni 2007

Meine WG

Heute bin ich in meine neue WG eingezogen. Wir sind drei Personen. Meine Landlady (das ist die Hauptmieterin, nennt man wirklich auch in the big city so) ist Chinesin und sprichtleider kein Englisch, was mich zum Chinesisch lernen aufmuntert. Ich dachte zuerst the Landlady, das ist sicher eine ältere Frau, doch ich habe mich getäuscht, sie ist zwar schon verheiratet und wieder geschieden, doch sie ist trotzdem sehr jung. Desweitern ist Swee-Koon in der WG. Er ist von Singapoor und durch ihn kam ich auch zu diesem Zimmer. Sie sind beide sehr freundlich und ich glaube, dass ich mich dort sehr wohl fühlen kann. Ah, ich bin wirklich froh so was gutes gefunden zu haben.

Apropos: die Wohnung befindet sich im 14ten Stock. Als ich aber Swee-Koon fragte wieviele Stockwerke das Haus hat, antwortete er mir: 13 floors. Hähh?? Ich habs dann schnell heraus gefunden. Der Lift geht bis in den 13.Stock und dann muss ich den Gang entlag und den letzt Stock mit der Treppe überwinden.

Schwimmbad

Hier in Hong Kong möchte ich auch ein bisschen Sport machen. Da hier Handball eher unbekannt ist und draussen Joggen auch nicht so das idealste ist, möcht ich swimmen gehen. So hab ich die Augen offen für Schwimmbäder. Wie z.B. eine Freibad dass direkt an einer Kreuzung ist. Auf zwei Seiten des Beckens hat es also je eine stark befahrene Strasse. Hm, ob ich wirklich dort schwimmen möchte? ich glaub ich schau mich besser nach einem Indoor-Schwimmbad um. Und sonst gibts auch noch viele andere Sportarten die man indoor bei Aircondition betreiben kann.

Mit Stäbchen essen


Als ich letzen Donnerstag in einem Restaurant essen war hatte ich ein gemischtes Reisgericht bestellt und mir natürlich voll Mühe gegeben mit den Stäbchen zu essen. Und dann dir grosse Entäuschung: ein Mann der am selben Tisch sass (hier werden üblicherweise andere Leute an die Tische dazugesetzt) fragte mich wieso ich mit den Stäbchen esse. Ja super man isst doch hier alles ausser Suppe mit Stäbchen. Denkste. Er klärte mich dann auf, dass wenn das Gericht hauptsächlich aus Reis besteht man es mit dem Löffel isst. Das sei ja viel einfacher. Super! dann griff ich also auch zum Löffel.

Ausflug mit Ben

Am Samstag ging ich auf Sightseeing mit dem Tourguide Ben (Gabriels Freund). Ich habe verschiedene Markets gesehen, wo man wirklich alles bekommen kann. Bis jetzt habe ich mir aber noch nichts gekauft. Shoping ist hier in Hong Kong fast schon ein Sport. Zuerst schaut man sich um, wo überall das angeboten wird was man sucht. Dort wo's am billigsten ist wird der Preis "abe gmärchtet" bis man es wirklich kauft.
Neben den verschiedenen Markets haben wir kleinere Strände im südlichen Teil von Hong Kong Island bei Stanly gesehen. Dort ist das Wasser nicht so verschmutzt wie im Zentrum beim Hafen und man könnte dort sogar baden. Es hat dort auch Hochhäuser, aber mehr Bäume als im Zentrum.

Ben konnte mir natürlich auch die richtigen Kantonesischen Restaurants zeigen. Das was ich bis anhin probiert habe ist zielich fein. Sogar die frittiert Fischhaut hat mir geschmeckt. Aber es steht mir ja noch viel bevor bezüglich essen. Glücklicherweise ist das Essen hier sehr billig. Die meisten Leute essen hier mindestens einmal pro Tag auswärts. Selber kochen die nicht oft. An das kann ich mich sicherlich gut gewöhnen und kann so jeverschiedenstes ausprobieren.

Hier ein paar Eindrücke von diesem Tag:
das momentan höchste Gebäude in HK


die Sicht vom Schiff von Central to Kowloon









Mein 1. Arbeitstag

Am Freitag war mein erster Arbeitstag. Ich arbeite bei der P&T-Group. Das ist ein Architekturbüro mit einer eigenen Ingenieurabteilung. Hab dann auch rausgefunden, dass sie in den letzten paar Jahren immer den Award "One of the best Ten Architekures" bekommen haben! Aber bei diesem Büro sieht man, dass es ein Architekturbüro ist und die Ingenieure einfach für die Architekten berechnen. Denn im Empfang bei den Architekten im 25. Stockwerk sieht alles sehr gut aus. Im Gegensatzt zum 17. Stock wo die Ingenieure untergebracht sind. Dieser Stock ist schon mal nicht so hoch und das Büro besteht aus einem grossen Raum mit vielen durch kleine Wände abgetrennte Arbeitsplätze. Dort bekam auch ich irgenwo meine Stuhl. Als erstes musste ich einen Träger berechnen. Ist ja eigentlich ziemlich einfach. Da hier natürlich nicht mit der Schweizer Norm die Nachweise geführt werden, muss ich mich zuerst an den British Standard und den Hong Kong Standard gewöhnen. Die Theorie dahinter ist dieselbe wie ich im Studium gelernt habe. Jetzt merke ich einfach wann ich mich hauptsächlich auf die Norm abgestütz habe und die Theorie dahinter schon ein bisschen vergessen habe. Mal sehen wie das weiter geht.
Glücklicherweise hat die P&T-Group humane Arbeitszeiten. D.h. ich muss nur 5 Tage mit je 8h arbeiten. Das ist ziemlich komfortabel, wenn man bedenkt, dass andere wie z.B. mein zukünftiger Mitbewohner ~14h pro Tag arbeiten muss. Samstags und Sonntags muss er nicht ganz so viel arbeiten, dann nur etwa 5-8h. Okey er arbeitet auch als Investmentbanker und will ein gute Karriere machen. Diffrent people, diffrent ways of living.

Ankunft in Hong Kong

Mein Flug nach Hong Kong war nicht so anstrengend, da ich 3 Sitze für mich alleine hatte und so gut schlafen konnte. Einzig beim Umsteigen in London musste ich ziemlich weit rennen, da der Fleiger von Zürich mehr als ne Stunde Verspätung hatte. Leider war mein Koffer nicht so schnell wie ich und so wurde er mir erst einen Tag später nachgeliefert. Das Youth Hostel befindet sich auf dem Mt. Davis, von wo man eine super Aussicht hat.