Samstag, 28. Juli 2007

Facts zum Arbeiten

Neben all meinen Freizeitaktivitäten arbeite ich natürlich immer noch. Teilweise ist das ziemlich anstrengend. Vor allem weil gewisse Hongkongesen arbeitswütig sind und denken alle andern seien dass auch. Überzeit macht hier eh jeder, manche aber mehr als andere. Der Ingenieur von dem Projekt an dem ich arbeite hat mir gerade gestern den Arbeitsplan gezeigt. Die Überzeiten hat er schon fix eingerechnet und am Samstag soll ich auch noch an seinem Projekt arbeiten. Hahaha! Da mein Arbeitsvertrag aber nur ne 5tage Woche beinhaltet und ich eh genügend Überstunden mache, hab ich mir die Samstagarbeit nicht aufschwatzen lassen. Nene, nicht mit mir. Ich will hier in HK ja nicht nur arbeiten. Bei meinem Praktikantenlohn ist das eh nicht luktrative, vor allem wenn ich sehe was ich alles sonst machen kann hier.

Ein paar lustige Sachen vom Büro:

Die haben echt ne automatische Spitzermaschine!

Die Putzfrau kommt jeden Tag und zwar um 16.30 Uhr, wenn alle noch am arbeiten sind saust sie mit dem Staubsauger vorbei. Ob es wirklich sauberer ist jeden Tag mit dem Staubsauer durchzuflizen anstellen von einem mal richtig?

Es wird immer einmal am Morgen und einmal am Nachmittag ein Tee bei jedem Mitarbeiter vorbeigebracht. Ein warmer Tee tut manchmal wirklich gut bei dieser Klimaanlage. Ich bin schon dankbar für die Klimaanlage, doch oft übertreibens die auch. So muss ich im Büro auch immer ein Pullover anziehen, manchmal greiff ich sogar zum Schal, wie das die paar wenigen Frauen im Büro auch tun.

Ich habe nur einen eigenen Bildschirm, nicht aber nen eigenen Computer. Bei uns im Trainee corner sind drei Mitarbeiter an einer Festplatte angeschlossen. Dumm ist nur wenn mein Kollege den Computer aus irgend einem Grund neu augstarten muss, dies mir aber nicht mitteilt. Und weg sind meine Daten!! super, als er dies das letzte mal gemacht hatte war ich stinkesauer. Jetzt sagt er's mir jedes mal bevor er neu startet.

Und noch war zum Inhalt meiner Arbeit:

Ich muss nur Ingenieurarbeit machen. Keine Kopier- oder Tiparbeiten. Manchmal wär ich aber froh um etwas einfachere Sachen. Aber ich kann definitiv viel lernen.

Oh ja und was gutes zur Arbeitstechnik: Meine Aufgabe war es einfache Platten zu berechnen, bei denen ich für die Momente Tabellen benutzen konnte. Okey, ich schau mir mal die Tabellen genauer an und frage bei den Sachen nach die ich nicht verstehe. Unter anderem waren die Faktoren für die Momente abhängig von einem gewissen Materialfaktor. Hmm? Da meiner Ansicht nach die Momente normalerweise nicht vom Material sondern nur von den Belastungen abhängig sind, fragte ich meinen Kollegen neben mir. Dieser ist aber auch erst gerade von der Uni und weiss nicht so viel mehr als ich und so gingen wir weiter zu seinem Vorgesetzen von dem wir die Tabellen hatten. Seine Antwort: ja, ja, die Momente hängen von diesem Faktor ab. Ich wies ihn aber darauf hin dass die Momente normalerweise nicht von dem Material abhänging sind. Er: ja, aber in diesen Tabellen schon.
Okey, super! oder?

Mittwoch, 11. Juli 2007

Swimmen, Einkaufen und wo ist mein Schlüssel?

Gestern ging ich nach der Arbeit wieder Victoria Park schwimmen. Am Anfang war's wie immer "Slalomschwimmen", bis sich in unserer Linie eine schnelllere Schwimmgruppe zusammensgestellt hat und die ganz langsamen sich (meist) nicht mehr getraut haben dazu zu kommen. Danach musste ich noch einkaufen gehen. Vollbepack mit Essen, Toilettenpapier, Wasser... kam ich bei meiner Wg an . Wie immer ist in solchen Situationen der Wohnungsschlüssel nicht gerade oben in den Taschen verstaut, sonder es muess zuerst mal richtig gesucht werden. Doch, welch ein Schreck, auch nach längerem Wühlen war mein Schlüssel unauffindbar. Hm, hab ich ihn wohl im Zimmer liegenlassen oder irgendwo verloren? Also bleibt mir nichts anderes übrig als auf meine Mitbewohner zu warten. Doch leider haben die beiden ein ganz anderen Lebensrythmus als ich. Der Singapore guy arbeitet immer bis spät in die Nacht. Dies war auch diesen Abend wieder der Fall. Wie ich per Telefon erfahren habe arbeite er sicher bis 11pm. Die andere Mitbewohnerin arbeitet eigentlich von 11am-8pm, geht dann meist noch aus und kommt zwischen 10pm und 4am nach Hause. Super!! und dann war gerade erst mal 8.30pm. Als erstes musste ich mal meinen Heisshunger stillen, Essen hatte ich zum Glück genügend dabei. Der Zufall wollte es, dass der Nachbar's Sohn gerade die Pflanzen vor ihrer Wohnung gegossen hat und wieder mal mit mir anfing zu plaudern. Bald kam auch sein Vater heraus, rief ihn zum Nachtessen und lud mich auch gerade dazu ein. Jiibiii! was will man mehr wenn man vor seiner eigenen verschlossenen Wohnungstüre steht? Das Essen war excellent, die Leute mega freundlich und zusätzlich war ich nicht mehr in dem stickigen heissen Gang sondern in einem schönen Wohnzimmer mit Klimaanlage. Nach dem Essen zeigten sie mir noch ihre Dachterrasse wo eine ganz angenehme Temperatur war. Nach längerem Reden kam dann meine Mitbewohnerin um 11.30 Uhr nach Hause und ich konnte endlich schlafen gehen. Denn eigentlich hatte ich vor mal früh ins Bett zu gehen. Nachdem ich dann auch noch meinen Schlüssel in meinem Zimmer wiedergefunden habe, war alles wieder in Ordnung und ich hatte sogar noch ganz liebe Leute besser kennen gelernt.

Mehr Wandern

Eine Freundin von Ben hatte für Sonntag ne Wanderung in Sai Kung angesagt. Da musste ich wohl mitgehen. Da Ben nicht der grosse Wanderfreak ist und mir mitteilte, dass wir am Morgen gehen und am Nachmittag wieder zurück sind, habe ich nicht mit ner anstrengenden Wanderung gerechnet. Oh, welch ein Irrtum. Am Sonntag morgen und noch ziemlich müde erfuhr ich dass wir etwa 5 bis 6 h wandern! Hat sich aber sehr gelohnt. Am Anfang war es noch ein Betonwanderweg mit Treppen, dann gings dem Strand entlang und später noch durch Dickicht. Das beinhaltete, dass jemand voraus gehen musste und alle Spinnennetze (die Spinnen seien zum Teil giftig) aus dem Weg schlagen musst. Zusätzlich war es auch noch sehr schlammig. Nach den Strapazen gönnten wir uns ein extrem schmackhaftes Essen beim Thailänder. Es war einfach ein bisschen stressig, denn alle waren so hungrig und haben so schnell gegessen. Obwohl ich mitlerweilen recht gut mit den Stäbchen umgehen kann, musste ich richtig schauen dass ich genügend abkriegte. Mit den Chinesen kann ich halt noch nicht mithalten.

Das Grösste Wasserreservoir von Hong Kong:




Wandern zum Zweiten

Am letzen Samstag war es zum Glück schönes Wetter, wodurch wir wieder den Schirm wieder brauchen konnten um uns ein bisschen vor der Sonne und der Hitze zu schützen. Ich muss sagen es hilft wirklich recht viel und so bin ich beim Wandern richtig im Hong Kong Style mit Schirm unterwegs. Der Weg war zum Glück nicht betoniert, sondern es war ein richtig schöner Wanderweg und viel interessanter als die langweiligen Betonwanderwege. Die Wanderung war nicht sehr anstrengend, jedenfalls nicht für mich. Es gab Leute die waren da anderer Meinung und sind schon nach dem ersten Hügel wieder umgekehrt (keuch, keuch). Wir sind mittlerweilen schon ne ganz gute Gruppe und haben viel Spass, sodass wir schon ne nächste Wanderung für den Samstag angesagt haben. Ich wandere hier mehr als zu Hause. Es ist halt ne gute Möglichkeit mal aus der Stadt heraus zu kommen und was von der schönen Natur mitzubekommen.

Unsere Gruppe auf dem Aussichtspunkt, hinter uns Clear Water Bay:


Dann wieder der Abstieg:


Montag, 2. Juli 2007

10th Anniversary of the Hand over

Am 1.Juli war das 10jährige Jubiläum von der Übergabe Hong Kongs von England an China. (Und die habens hier gut, denn weil der 1.Juli auf einen Sonntag fiel haben wir heute Montag frei bekommen, super!). Unsere Gruppe ging zum Glück genügend früh nach Tsim Sha Tsui auf die Hollywood Raod um von dort aus das Feuerwerk zu sehen. Aber auch schon um 17.30h auf dem Weg dorthin und in der Metro war es schon übervoll und es wurde dementsprechend gedrückt und gedrängelt. Ich glaube kurz nach uns wurde das Gelände abgeriegelt, damit nicht zu viele Menschen auf die Hollywood Road strömen und so fest drücken, dass gewisse über den Quai fallen (kein Witz).
So warteten wir dort, schwatzten und erlebten einfach die Atmosphäre mit, wie es auch alle um uns herum taten. Um 8h began die allabentliche Lightshow mit der berühmten Skyline als Kulisse. Danach startete das etwa 20minütige Feuerwerk. Ich muss sagen, das war das beste Feuerwerk dass ich je gesehen habe. Es sah einfach genial aus wie diese verschiedensten Feuerwerke zwischen den Hochhäusern und darüber hinaus los gingen und über die Hochhäuser hinunter "regneten". Zusätzlich haben sich die Farben in den Fenstern der Hochhäuser gespiegelt. Es war einfach super. Ich bin ja selbst nicht so ein riesen Feuerwerksfan, doch das war wirklich sehenswert. Ich wollte natürlich auch ein paar Fotos machen (obwohl so Feuerwerksfotos meist miserabel sind), doch leider (oder zum Glück) hatte ich keine Batterie mehr. Dafür konnte ich mich voll und ganz auf die Show konzentrieren. Wer will kann ja auf youtube (http://www.youtube.com/watch?v=v6_wcxDgR64) den Video anschauen. Aber live war es natürlich tausend mal besser.

Bevor meine Kamera keine Batterie mehr hatte und als immer mehr Leute auf die Hollywood Road strömten:

Hiking for wimps?

Für letzten Samstag organisierte ich eine Wanderung vom Sha Tin Pass zum Kowloon Reservoir.
Eigentlich wollte ich eine einfache Wanderung passend für jedermann machen, oder für wimps, wie gewisse das nannten. Doch die Waschlappen blieben wegen dem Regen zu Hause. Da ich der guide war musste ich trotz dem Regenwetter beim Treffpunkt erscheinen. Und welch ein Wunder es tauchten doch noch drei andere Wandervögel auf denen der Regen nichts ausmacht. In meiner Wegbeschreibung stand drin, dass man von der Wong Tai Sin Metrostation ein Private Minibus nehmen kann oder auch hinauf zum Sha Tin Pass laufen kann. So fragten wir uns durch bei den Passanten und bekamen auch verschiedene Informationen. Wir entschieden uns zu laufen, da die Wanderung eh nicht so lang ist. Aber wahrscheinlich war die eine Info, dass es nur 5min bis zum Sha Tin Pass sei, gemeint wenn man das Taxi nimmt und nicht wenn man zu Fuss läuft. So war schlussendlich der erste Aufstieg bis zur Passhöhe, wo der Einstieg zum Wanderweg war, viel anstrendgender als die eigentliche Wanderung selbst. Glücklich und schon ziemlich nass oben angekommen waren wir froh dass jetzt der schönere Teil der Wanderung kommt. Der erste Teil ging rauf und runter und war meist im "Wald". Der Weg war nicht mal asphaltiert, was sonst bei einigen Wanderwegen hier in HK der Fall ist. Das war dann auch so beim zweiten Teil der Wanderung, welche an einem Catchwater entlang lief. Deshalb entschieden wir uns die Wanderung abzuändern und auf den Ahma Rock zu gehen, anstelle von einer langweiligen Asphaltwanderung.



Hong Kong Hiking Style:
Es ist nicht unüblich mit dem Regenschirm zu wandern, denn mit der Regenjacke wäre es viel zu heiss, und wenn die Sonne richtig nieder brennt gibt es viele die sich mit dem Regenschirm schützten. Frottetuch um sich zu trocknen ist auch ganz nützlich, sei es vom Regen oder vom Schweiss.

Horse Race und Karaoke

Am letzten Mittwoch wollte ich unbedingt das Pferderennen im Happy Vally anschauen. Denn jetzt ist schon Sommerpause, da es zu heiss ist für die Pferde.
Ich hatte mit drei anderen die hier auch Praktikanten sind abgemacht. Die Stimmung war super und vor allem war die Kulisse von Hochhäusern hinter der Rennbahn nicht schlecht. Natürlich mussten wir wetten. Ohne Wetten ist es nicht interessant, denn es dauert nur ein paar Sekunden und dann sind die Jockeys bei uns vorbei gerannt und dann war das Rennen auch schon fertig. Aber es gibt ja 8 bis 10 Rennen pro Abend mit verschiedenen Kategorien und Preisgeldern. Ich hatte ein gutes Händchen und habe gewonne, aber auch verloren. Ich hatte etwa gleich viel Geld gewonnen wie ich ausgegeben hatte. Da die andern leider nicht so viel Glück wie ich gehabt hatten gingen wir weiter um mal Karaoke nach Chinesischem Style zu erleben. Andere von einer Studentenaustauschorganisation haben im Central in einem Hochhaus einen von vielen Karaoke-Räumen gemietet. Ich muss zugeben Karaoke ist nicht ganz mein Ding. Klar ist es lustig wenn bei einem guten Song alle mitsingen. Doch für die Ohren war es nicht das angenehmste, da die Mikrophones nicht so gut abgestimmt waren. Und es sitzten dann meistens alle und starren auf den Text auf dem Bildschirm und getanzt wird eher selten. Deshalb ziehe ich es vor in den Ausgang zu gehen wo man richtig tanzen kann. Wer will kann ja auch dort mitsingen, halt ohne Mikrophone, dafür hört man den original Singer und der ist meistens besser als die Karaokesinger.