Neben all meinen Freizeitaktivitäten arbeite ich natürlich immer noch. Teilweise ist das ziemlich anstrengend. Vor allem weil gewisse Hongkongesen arbeitswütig sind und denken alle andern seien dass auch. Überzeit macht hier eh jeder, manche aber mehr als andere. Der Ingenieur von dem Projekt an dem ich arbeite hat mir gerade gestern den Arbeitsplan gezeigt. Die Überzeiten hat er schon fix eingerechnet und am Samstag soll ich auch noch an seinem Projekt arbeiten. Hahaha! Da mein Arbeitsvertrag aber nur ne 5tage Woche beinhaltet und ich eh genügend Überstunden mache, hab ich mir die Samstagarbeit nicht aufschwatzen lassen. Nene, nicht mit mir. Ich will hier in HK ja nicht nur arbeiten. Bei meinem Praktikantenlohn ist das eh nicht luktrative, vor allem wenn ich sehe was ich alles sonst machen kann hier.
Ein paar lustige Sachen vom Büro:
Die haben echt ne automatische Spitzermaschine!
Die Putzfrau kommt jeden Tag und zwar um 16.30 Uhr, wenn alle noch am arbeiten sind saust sie mit dem Staubsauger vorbei. Ob es wirklich sauberer ist jeden Tag mit dem Staubsauer durchzuflizen anstellen von einem mal richtig?
Es wird immer einmal am Morgen und einmal am Nachmittag ein Tee bei jedem Mitarbeiter vorbeigebracht. Ein warmer Tee tut manchmal wirklich gut bei dieser Klimaanlage. Ich bin schon dankbar für die Klimaanlage, doch oft übertreibens die auch. So muss ich im Büro auch immer ein Pullover anziehen, manchmal greiff ich sogar zum Schal, wie das die paar wenigen Frauen im Büro auch tun.
Ich habe nur einen eigenen Bildschirm, nicht aber nen eigenen Computer. Bei uns im Trainee corner sind drei Mitarbeiter an einer Festplatte angeschlossen. Dumm ist nur wenn mein Kollege den Computer aus irgend einem Grund neu augstarten muss, dies mir aber nicht mitteilt. Und weg sind meine Daten!! super, als er dies das letzte mal gemacht hatte war ich stinkesauer. Jetzt sagt er's mir jedes mal bevor er neu startet.
Und noch war zum Inhalt meiner Arbeit:
Ich muss nur Ingenieurarbeit machen. Keine Kopier- oder Tiparbeiten. Manchmal wär ich aber froh um etwas einfachere Sachen. Aber ich kann definitiv viel lernen.
Oh ja und was gutes zur Arbeitstechnik: Meine Aufgabe war es einfache Platten zu berechnen, bei denen ich für die Momente Tabellen benutzen konnte. Okey, ich schau mir mal die Tabellen genauer an und frage bei den Sachen nach die ich nicht verstehe. Unter anderem waren die Faktoren für die Momente abhängig von einem gewissen Materialfaktor. Hmm? Da meiner Ansicht nach die Momente normalerweise nicht vom Material sondern nur von den Belastungen abhängig sind, fragte ich meinen Kollegen neben mir. Dieser ist aber auch erst gerade von der Uni und weiss nicht so viel mehr als ich und so gingen wir weiter zu seinem Vorgesetzen von dem wir die Tabellen hatten. Seine Antwort: ja, ja, die Momente hängen von diesem Faktor ab. Ich wies ihn aber darauf hin dass die Momente normalerweise nicht von dem Material abhänging sind. Er: ja, aber in diesen Tabellen schon.
Okey, super! oder?
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2 Kommentare:
Scheint wie beim musizieren zu sein: Nicht so wichtig, dass es richtig/professionell gemacht wird, Hauptsache es 'klingt irgendwie' gut in den chinesischen Ohren! Im ersteren wie im zweiten Fall klingt's in westeuropäischen Ohren dann ziemlich schräg :-)
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